Dienstunfähigkeitsversicherung

Dienstunfähigkeit (DU)

Die Dienstunfähigkeitsabsicherung ist eine spezielle Ergänzung der Berufsunfähigkeitsabsicherung für Beamte. Grundsätzlich besteht bei Beamten, wie bei allen anderen auch, das Risiko aus gesundheitlichen Gründen die berufliche Tätigkeit nicht mehr ausüben zu können. Der Unterschied zwischen einer Berufsunfähigkeit und einer Dienstunfähigkeit besteht jedoch darin, dass die Berufsunfähigkeit vom Versicherungsnehmer in der bedingungsgemäß vorgegebenen Höhe (üblicherweise 50%) gegenüber der Versicherung ärztlich nachgewiesen werden muss, die Dienstunfähigkeit hingegen von der "ernennenden Behörde" schlichtweg festgestellt wird. Dieser Feststellungsprozess wird in den §§ 44 ff BBG geregelt. Hier kann ein Berufsunfähigkeitsversicherer und die Behörde zu unterschiedlichen Ergebnissen darüber kommen, ob der Beamte weiterhin seinen Beruf / Dienst ausüben kann oder nicht. Insbesondere gibt es bei der Dienstunfähigkeit auch keine 50%-Grenze. Das es hier beinahe zwangsläufig zu Problemen kommen wird, wenn ein Beamter aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand versetzt wird und er "nur" eine Berufsunfähigkeitsversicherung hat, liegt auf der Hand. Mit einer Dienstunfähigkeitsklausel unterwirft sich der Versicherer der Einschätzung der Behörde. Das heißt, mit der Versetzung in den Ruhestand wird die Leistungspflicht des Versicherers ausgelöst.

Folgende Kooperationspartner haben DU-Klauseln:

Absicherungsbedarf

Grundsätzlich ist auch bei Beamten eine Absicherung in Höhe des Nettogehalts anzustreben. Andererseits soll auch keine Überversorgung entstehen. Um hier eine passende Absicherung zu erreichen, muss zunächst die bestehende Versorgungssituation des Beamten betrachtet werden. 

Dabei ist zu Unterscheiden zwischen:

  1. Beamten auf Widerruf (BaW), Beamten auf Probe (BaP) 
    Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe werden im Falle von Dienstunfähigkeit aus dem Beamtenverhältnis entlassen. Diese haben daher keinen Anspruch auf ein Ruhegehalt. (Ausnahme: Beamten auf Probe, die durch einen Dienstunfall dienstunfähig werden.) 
    Die Zeit, die diese im Beamtenverhältnis waren, wird in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert. Damit erhalten die entlassenen Beamten wieder den Erwerbsunfähigkeitsschutz der gesetzlichen Rentenversicherung. Hierbei ist zum einen, wie bei allen Berufsanfängern, die fünfjährige Wartezeit für diesen Schutz in der gesetzlichen Rentenversicherung zu beachten. Zum anderen ist, sofern die Wartezeit durch eine vorherige Beschäftigung erfüllt ist,  Höhe und Umfang der Absicherung ebenso wenig ausreichend, wie bei allen anderen Arbeitnehmern. Demzufolge ist bei Beamten auf Widerruf und Beamten auf Probe eine Absicherung in voller Höhe des Nettoverdienstes ratsam.

  2. Beamte auf Lebenszeit (BaL)
    Beamte auf Lebenszeit hingegen haben im Falle von Dienstunfähigkeit Anspruch auf ein Ruhegehalt. Um die Höhe des Ruhegehalts zu berechnen, kann folgende Faustformel verwenden:
    (zurückgelegte Dienstzeit + verbleibende Dienstzeit bis 60 Jahre zu 2/3)*1,7% = Versorgungsanspruch bei DU
    Dabei ist zu beachten, dass es unabhängig von dieser Formel eine Mindestleistung von zur Zeit ca. 1500 Euro gibt.

Folgende Kooperationspartner besitzen DU-Klauseln:

AXA
Condor
Württembergische
WWK
DBV
Die Bayerische
ERGO
Münchener Verein
Signal Iduna
Universa
Nürnberger

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